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Traceability mit stationären Codelesern

Rückverfolgbarkeit beginnt mit einer eindeutigen Identifikation.

Stationäre Codeleser erfassen Barcodes und 2D-Codes automatisch an definierten Punkten einer Produktions-, Montage- oder Verpackungslinie und stellen die gelesenen Informationen für SPS, MES, Datenbank oder übergeordnete IT-Systeme bereit.

Damit kann dokumentiert werden, welches Bauteil sich wann an welchem Prozessschritt befunden hat.

Anwendung besprechen

Typische Traceability-Anwendungen

  • Werkstücke am Linieneinlauf identifizieren
  • Seriennummern verfolgen
  • Produktionsträger identifizieren
  • Bauteile einzelnen Fertigungsschritten zuordnen
  • DataMatrix-Codes auf elektronischen Komponenten lesen
  • DPM-Codes auf Metallteilen erfassen
  • Etiketten auf Verpackungen lesen
  • Codes vor Versand kontrollieren
  • Produkt- und Chargendaten dokumentieren
  • Code und OCR miteinander vergleichen

Welche Codes müssen gelesen werden?

Typische Codes sind:

  • Code 128
  • Code 39
  • EAN
  • DataMatrix
  • QR-Code
  • PDF417
  • weitere industrielle 1D-/2D-Symbologien

Besonders in Produktion und Automotive ist außerdem DPM – Direct Part Marking relevant. Dabei befindet sich der Code direkt auf dem Bauteil und kann gelasert, graviert oder genadelt sein. DPM stellt häufig höhere Anforderungen an Optik und Beleuchtung als ein sauber gedrucktes Etikett.

Die Lesedistanz allein reicht nicht

Bei der Auswahl eines stationären Codelesers betrachten wir unter anderem:

  • Codeart
  • Codegröße
  • minimale Modulgröße
  • DPM oder Etikett
  • Lesedistanz
  • Sichtfeld
  • Bauteilgeschwindigkeit
  • Ausrichtung des Codes
  • Oberflächenmaterial
  • Kommunikation
  • Schutzart

Ein Leser, der einen großen QR-Code aus einem Meter Entfernung erkennt, ist deshalb nicht automatisch für einen kleinen DataMatrix-Code auf Metall geeignet.

Kommunikation mit der Anlage

Je nach System können unter anderem eingesetzt werden:

  • Ethernet / TCP-IP
  • PROFINET
  • EtherNet/IP
  • Modbus TCP
  • serielle Schnittstellen
  • OPC UA
  • digitale Ein-/Ausgänge

Welche Schnittstelle erforderlich ist, hängt davon ab, wohin das Leseergebnis übertragen werden soll.

Codeleser oder komplette Traceability-Lösung?

Der stationäre Scanner bildet den Identifikationspunkt. Die vollständige Rückverfolgbarkeit entsteht anschließend durch das Zusammenspiel aus Code, Leser, Steuerung bzw. Software und Datenbank oder MES.

VISIONTECHNIK unterstützt bei Auswahl und Auslegung des Lesers und kann bei umfangreicheren Projekten geeignete Spezialisten für die weitere Integration einbinden.

Diese Angaben helfen uns bei der Auslegung

Beispielwerte – ein Bild des Codes zusammen mit diesen Angaben reicht meist für eine Vorauswahl.

Codeart
DataMatrix, genadelt
Codegröße
8 × 8 mm
Modulgröße
0,25 mm
Lesedistanz
150 mm
Geschwindigkeit
0,5 m/s
Anbindung
PROFINET

Passende Produktgruppen

DataMatrix-, Barcode- oder DPM-Code automatisch in Ihrer Anlage lesen?

Senden Sie uns ein Bild des Codes, Codegröße, Lesedistanz und ungefähre Geschwindigkeit.

Passenden Codeleser auswählen

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich ein DPM-Code von einem gedruckten Code?

DPM-Codes werden direkt auf das Bauteil gelasert, graviert oder genadelt. Sie haben oft geringen Kontrast und spiegelnde Oberflächen und stellen dadurch höhere Anforderungen an Optik und Beleuchtung.

Welche Schnittstellen sind üblich?

Häufig Ethernet/TCP-IP, PROFINET, EtherNet/IP, Modbus TCP, serielle Schnittstellen, OPC UA oder digitale Ein- und Ausgänge. Entscheidend ist, wohin das Leseergebnis übertragen werden soll.

Reicht die Angabe der Lesedistanz zur Auswahl?

Nein. Neben der Distanz sind vor allem Codeart, Codegröße, minimale Modulgröße, Oberfläche und Bauteilgeschwindigkeit entscheidend.

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