Framegrabber
8 Fragen
Was ist ein Framegrabber?
Ein Framegrabber ist spezielle Bildaufnahmehardware für einen PC.
Er empfängt Kameradaten und kann je nach Modell zusätzliche Aufgaben übernehmen:
Trigger
Encoder
Kamerasteuerung
Beleuchtungssynchronisation
DMA
FPGA-Verarbeitung
Wann benötige ich einen Framegrabber?
Typischerweise bei:
CoaXPress
Camera Link
bestimmten Hochgeschwindigkeitssystemen
komplexen Zeilenkamera-Systemen
hochpräziser Trigger-/Encodersteuerung
Bei normalen GigE-Vision- oder USB3-Vision-Systemen ist normalerweise kein klassischer Framegrabber erforderlich.
Was ist der Unterschied zwischen Netzwerkkarte und Framegrabber?
Eine Netzwerkkarte ist eine allgemeine Ethernet-Schnittstelle.
Ein Framegrabber ist speziell für Bildaufnahme und industrielle Kamerasteuerung entwickelt.
Bei GigE Vision übernimmt normalerweise die Netzwerkkarte die Datenübertragung; CoaXPress benötigt dagegen entsprechende spezialisierte Hardware.
Kann ein Framegrabber Kameras triggern?
Viele industrielle Framegrabber können Trigger erzeugen, verteilen und zeitlich verzögern.
Das ist jedoch eine Produkteigenschaft und nicht bei jedem Framegrabber identisch.
Kann ein Framegrabber Encoder auswerten?
Viele Line-Scan-Framegrabber unterstützen Quadraturencoder.
Damit kann die Zeilenrate direkt an die reale Bewegung gekoppelt werden.
Kann ein Framegrabber Beleuchtung steuern?
Viele professionelle Framegrabber stellen Strobe- bzw. digitale Ausgangssignale zur Synchronisation der Beleuchtung bereit.
Bei schnellen Line-Scan-Anwendungen kann damit beispielsweise jeder Lichtpuls exakt mit einer Zeile synchronisiert werden.
Was ist DMA?
DMA steht für Direct Memory Access.
Dabei kann Aufnahmehardware Daten direkt in den Systemspeicher übertragen, ohne dass die CPU jedes Datenwort einzeln kopieren muss.
Euresys verwendet DMA beispielsweise für on-the-fly Line-Scan-Stitching ohne zusätzlichen CPU-Kopiervorgang.
Was bedeutet FPGA-Verarbeitung?
Ein FPGA ist programmierbare Hardwarelogik.
Framegrabber können damit bestimmte Verarbeitungsschritte bereits während der Bildaufnahme durchführen.
Das kann CPU-Last und Datenvolumen reduzieren und sehr deterministische Verarbeitung ermöglichen.
