Automatische Oberflächen- und Fehlerprüfung
Kratzer auf Metall, Fehlstellen im Kunststoff, Grate an einer Kontur oder Verschmutzungen auf einer Oberfläche sind klassische Aufgaben der industriellen Bildverarbeitung.
Gleichzeitig gehören sie zu den Anwendungen, bei denen eine gute Systemauslegung besonders wichtig ist. Denn ein Fehler kann nur erkannt werden, wenn er im aufgenommenen Bild ausreichend sichtbar wird.
Anwendung besprechenTypische Fehlerbilder
- Kratzer
- Risse
- Dellen
- Poren
- Grate
- Ausbrüche
- Verunreinigungen
- Flecken
- Beschichtungsfehler
- Materialabweichungen
- Druckfehler
- beschädigte Kanten
- Fehlstellen
- ungleichmäßige Oberflächenstrukturen
Bei Oberflächen entscheidet oft die Beleuchtung
Eine teurere Kamera hilft wenig, wenn der gesuchte Fehler im Bild praktisch keinen Kontrast erzeugt.
Je nach Oberfläche kann eine andere Beleuchtungsgeometrie notwendig sein:
- Dunkelfeld
- Kann Kratzer und Kanten hervorheben.
- Koaxiales Licht
- Kann bei ebenen reflektierenden Flächen hilfreich sein.
- Dome-Beleuchtung
- Kann Reflexionen auf gekrümmten oder glänzenden Oberflächen gleichmäßiger machen.
- Durchlicht
- Eignet sich besonders für Konturen und Kanten.
Dazu kommen Wellenlänge, Polarisation und Einfallswinkel.
Flächenkamera oder Zeilenkamera?
Für einzelne Werkstücke eignet sich häufig eine Flächenkamera.
Bei kontinuierlichen Materialien oder langen Oberflächen können Zeilenkameras Vorteile bieten, beispielsweise bei:
- Folien
- Papier
- Textilien
- Blechen
- Bahnmaterial
- kontinuierlich geförderten Produkten
Klassische Bildverarbeitung oder KI?
Nicht jede Fehlerprüfung benötigt künstliche Intelligenz.
Ein klar definierter Kratzer mit reproduzierbarem Kontrast lässt sich häufig sehr gut regelbasiert erkennen.
KI bzw. Deep Learning wird interessant, wenn Gutteile eine natürliche Variation besitzen und Fehler nur schwer über feste Schwellen, Konturen oder geometrische Regeln beschrieben werden können.
Diese Angaben helfen uns bei der Auslegung
Beispielwerte – bei Oberflächenprüfungen ist ein Test mit echten Teilen meist der schnellste Weg.
- Sichtfeld
- 120 × 80 mm
- Kleinster Fehler
- 0,2 mm
- Arbeitsabstand
- ca. 300 mm
- Taktzeit
- 500 ms
- Material
- glänzendes Aluminium
Passende Produktgruppen
Ein Test mit echten Teilen bringt am schnellsten Klarheit
Senden Sie uns Musterteile, Bilder oder eine Beschreibung des kleinsten relevanten Fehlers.
Machbarkeit anfragenHäufige Fragen
Warum ist die Beleuchtung bei Oberflächenprüfungen so wichtig?
Ein Fehler kann nur erkannt werden, wenn er im Bild Kontrast erzeugt. Kratzer auf glänzendem Metall sind je nach Beleuchtungsgeometrie deutlich sichtbar oder praktisch unsichtbar – die Kameraauflösung ändert daran wenig.
Wann ist eine Zeilenkamera sinnvoll?
Vor allem bei kontinuierlich bewegtem Bahnmaterial wie Folie, Papier, Textilien oder Blech sowie bei sehr langen Oberflächen, die sich nicht in einem einzelnen Bild abbilden lassen.
Brauche ich für Fehlerprüfung immer KI?
Nein. Klar definierte Fehler mit reproduzierbarem Kontrast lassen sich meist regelbasiert lösen. KI lohnt sich, wenn Gutteile stark variieren und sich Fehler nicht über feste Regeln beschreiben lassen.
Verwandte Anwendungen
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